Prof. Dr. Klaus Dörre

Liebe Besucherin, lieber Besucher, willkommen auf meiner persönlichen Homepage! Ich freue mich über Ihr Interesse. Auf dieser Homepage kommentiere ich gelegentlich gesellschaftliche und politische Ereignisse. Sie erfahren etwas über meine Vorträge und Diskussionen außerhalb der Universität. Außerdem können Sie den ein oder anderen Vortrag herunterladen. Ich stelle Ihnen neue Veröffentlichungen vor und freue mich über Kommentare und Anmerkungen. Zudem werden Ihnen die jeweils neuesten Ausgaben des Berliner Journal für Soziologie und des Global Dialogue vorgestellt. Selbstverständlich erfahren Sie auch etwas über das Programm der KD-Radioshow, Playlist eingeschlossen. Viel Spaß beim Lesen und kommentieren! Ihr Klaus Dörre

»Von der Hand in den Mund – wenn Arbeit kaum zum Leben reicht«

Deutschlandfunk KulturDie Deutschlandradio-Denkfabrik 2022 macht die Klassengesellschaft zum Top-Thema des Jahres 2022. Über das Jahr hinweg werden immer wieder Beiträge zu sozialen Ungleichheiten, Klassen etc. gesendet. Das geschieht offenbar auch aufgrund von Hörerwünschen. Den Zugang zu einer der ersten Sendungen finden sie hier. Sie hören mich im Gespräch mit Dieter Kassel.

Überhitzungsproblem: Ausfall der Kühlung

Berliner Journal für SoziologiePünktlich zum Jahresende ist das Doppelheft 3-4/21 des »Berliner Journal für Soziologie« erschienen. Im Editorial heißt es:

»Moderne Gesellschaften haben ein Überhitzungsproblem. Das gilt im Großen (Polkappen) wie im Kleinen (ICE im Juli), im Einzelfall (Fukushima) wie im Allgemeinen (Klimawandel) – so viel ist allgemein bekannt. Das Problem der Regulierung ihres Energieniveaus lässt sich jedoch nicht nur mit den gesellschaftlichen Naturverhältnissen in Verbindung bringen, sondern auch mit Selbst- und Sozialverhältnissen. Wenn etwa der US-Historiker Timothy Snyder über die in sozialen Medien erzeugte Dynamik sagt: „Auf Facebook werden Menschen auf andere Menschen wütend“ (Snyder 2021), und diese Wut mit der Erstürmung des Washingtoner Kapitols in Verbindung bringt (wo Menschen den von ihnen selbst gewählten US-amerikanischen Vizepräsidenten hängen wollten, weil dieser drauf und dran war, seine verfassungsmäßige Pflicht zu tun) – dann kann man, jedenfalls mit etwas Kulanz fürs Metaphorische, auch das als Ausfall der Kühlung beschreiben«. Den Zugang zum Heft finden sie hier. Die Mehrzahl der Beiträge steht online zur Verfügung.

Debatte zu  »Postwachstum« und »Postwachstumsgesellschaften«

DenknetzIm Dezember 2021 ist das neue Jahrbuch des »Denknetz«, eines progressiven Schweizer Think Tanks, erschienen. In einem großartigen Überblick dokumentiert es die Debatte zu  »Postwachstum« und »Postwachstumsgesellschaften«.  Im Editorial heißt es: »Ein gutes und nachhaltiges Leben für alle – das ist das Ziel der links-progressiven Bewegung(en). Es liegt an uns allen, dafür zu sorgen, dass die nötige sozial-ökologische Transformation gelingt. Eine offen und seriös geführte Postwachstumsdebatte kann einen Beitrag dazu leisten. Deshalb sind wir als Herausgeber:innen der Ansicht, dass das vorliegende Denknetz-Jahrbuch die Diskussionen bereichert und es angesichts der Notwendigkeit einer neuen, grundlegend anderen „Normalität“ zu einem guten Zeitpunkt erscheint.« Da kann ich mich nur anschließen. Am 7. Februar 2022 wird das Jahrbuch im Rahmen einer Vernissage in Zürich vorgestellt. Lässt es die Pandemie zu, bin ich live dabei. Den Zugang zum Jahrbuch finden Sie hier.

Die Sache mit der Solidarität

SWR 2Dass die »Sache mit der Solidarität« brandaktuell ist, zeigt der Autor Caspar Dohmen in einem großartigen Doku-Feature, das SWR2 am 16.12.2021 gesendet hat. Das Manuskript zur Sendung ist online verfügbar.  Es hebt sich wohltuend von der häufig praktizierten Schwarzweißmalerei ab. Gewerkschaftliche Solidarität wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Zu Wort kommen Arbeiter:innen, Aktive aus Betrieben, Spitzengewerkschafter:innen wie Christiane Benner (IGM) und Frank Werneke (ver.di), aber auch Aktive aus der anarchistisch-syndikalistischen FAU. Deutlich wird: Die Gewerkschaften gehen neue Wege, aber es wird Zeit brauchen, bis sich nachhaltige Erfolge einstellen. Gerade deshalb ist es gut, dass Journalisten wie Caspar Dohmen solch bemerkenswerte Sendungen machen. Online-Skript und Audio finden Sie hier.

Fehlt nur noch das revolutionäre Subjekt

Frankfurter Allgemeine Zeitung»Fehlt nur noch das revolutionäre Subjekt«, findet FAZ-Redakteur Thomas Thiel. Er bespricht Andreas Malms »Der Fortschritt dieses Sturms« und meine »Utopie des Sozialismus« in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sein Urteil: »Die Mischung aus utopischem Überschwang und hartem Realitätssinn hebt das Buch wohltuend von einer idealistischen Kritik ab, die sich auf Appelle an den Gemeinsinn beschränkt«. Die Besprechung steht online nicht zur Verfügung, wer sie lesen möchte, muss die FAZ vom 14.12.2021 zur Hand nehmen.

»Die Klimawende ist nicht sozial genug«

der Freitag»Die Klimawende ist nicht sozial genug«. Unter dieser Überschrift veröffentlicht die Wochenzeitung der Freitag ein Interview, das Thomas Wagner und Elsa Koester mit mir geführt haben. Im Interview geht es um die »Utopie des Sozialismus«, um das Spannungsverhältnis von sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit, aber auch um die neue »Ampelkoalition« und was von ihr zu erwarten ist. Das Interview ist online. Einen Zugang finden sie hier.

Übrigens: Wer noch nach Weihnachtsgeschenken sucht, den Freitag kann man auch abonnieren. Hier.

Impfstoffnationalismus

Impfpatente sind ein Eigentor»Impfstoffnationalismus verhindert Ende von Corona«, meint Hans-Dieter Hey, Vorstandsmitglied von R media base, der nebenbei zeigt, wie sich aus der »Utopie des Sozialismus« praktisch-politischer Nutzen ziehen lässt. Den Beitrag lesen Sie hier.

Zittrige Kompassnadel

Soziopolis – Gesellschaft beobachtenDie Kompassnadel zittere ein wenig, doch das sei jedoch normal, findet Peter Wagner, der die »Utopie des Sozialismus« für Soziopolis ausführlich besprochen hat. Sein kritisches Urteil: »… es ist zu einfach, die globalen gesellschaftlichen Umbrüche seit den 1970er Jahren hauptsächlich auf die Expansionsnotwendigkeiten des Kapitalismus zurückzuführen, um dieser eine umfassende, aber auch unscharfe Utopie des Sozialismus gegenüberzustellen…« Die Rezension finden Sie hier: Die Kompassnadel zittert ein wenig, das ist normal