Prof. Dr. Klaus Dörre

Liebe Besucherin, lieber Besucher, willkommen auf meiner persönlichen Homepage! Ich freue mich über Ihr Interesse. Auf dieser Homepage kommentiere ich gelegentlich gesellschaftliche und politische Ereignisse. Sie erfahren etwas über meine Vorträge und Diskussionen außerhalb der Universität. Außerdem können Sie den ein oder anderen Vortrag herunterladen. Ich stelle Ihnen neue Veröffentlichungen vor und freue mich über Kommentare und Anmerkungen. Zudem werden Ihnen die jeweils neuesten Ausgaben des Berliner Journal für Soziologie und des Global Dialogue vorgestellt. Selbstverständlich erfahren Sie auch etwas über das Programm der KD-Radioshow, Playlist eingeschlossen. Viel Spaß beim Lesen! Ihr Klaus Dörre

Lehren aus Baden-Württemberg

Die TageszeitungDie Lehren aus der Landtagswahl in Baden-Württemberg: Die Linken Arbeitenden in den Blick nehmen. Zum Wahlausgang habe ich ein Gespräch mit dem TAZ-Journalisten Gareth Joswig geführt. Im Interview konnte ich die Notwendigkeit eines Perspektivwechsels begründen. Wenn, wie im Ländle, 37 Prozent der Arbeiter AfD wählen, entscheiden sich 63 Prozent anders. Demokratische Arbeiterinnen und Arbeit gehören ins Scheinwerferlicht. Das versteht man bei der taz, die eben doch klüger ist als viele andere Blätter. Das Interview können Sie hier nachlesen; ein Beitrag für die taz wäre schön!

Financial TimesHow job cuts and the AfD fuelled Germany’s far-right »alternative union«. Unter dieser Schlagzeile berichtet Sebastien Ash für die Financial Times. Den Zugang zum Artikel finden sie hier.

Gruppenbild mit Dame

Ende Februar traf sich eine »Marburger Runde«, um über die Weltlage zu sprechen. Mit dabei Prof. Frank Deppe und Menschen, die seinerzeit am Marxistischen Arbeitskreis in Marburg (MAK) beteiligt waren. Mit dabei waren aber auch einige jüngere Semester, die nun den MAK Jena gestalten.

Die Akkumulation des Kapitals

Logo der Rosa Luxemburg Stiftung[4.3.2026] In einer neuen Podcast-Folge diskutiere ich mit Alex Demirović über Rosa Luxemburgs Hauptwerk und dessen aktuelle Bedeutung. Sie können das Gespräch hier nachverfolgen.

Dörre contra Fahimi?

[3.3.2026] Das Handelsblatt berichtet – diesmal differenzierter – über die rechte Listen bei den laufenden Betriebsratswahlen und den Einfluss der AfD. Allerdings werde ich mit einem Zitat in einen direkten Gegensatz zur DGB-Vorsitzenden Fahimi gebracht. Säßen wir gemeinsam in einer Diskussionsrunde, würde sich das rasch relativieren. Wo starke Betriebsräte und Gewerkschaften agieren, haben es Rechtsextreme schwer. Wahr ist aber auch: Schon jetzt finden sich in Betriebsräten und unter Vertrauensleuten Menschen, für die gilt: Im Betrieb mit Betriebsrat und Gewerkschaft, in der Politik mit der AfD. Die demokratischen Gewerkschaften sind allerdings die einzige demokratische Organisation, die solche Arbeiter:innen noch erreichen können. Gewerkschafts-Bashing ist deshalb nicht angesagt! Statt dessen muss es, wie eine DPA-Meldung mich zurecht zitiert, darum gehen, diejenigen in der Arbeitswelt zu stützen, die sich dem Rechtsruck widersetzen. Außerdem wäre zu fragen: Wo sind eigentlich die CEOs und Unternehmensvorstände, die sich klar gegen die AfD und ihre Vorfeldorganisationen positionieren? In der Wirtschaftspresse ist darüber wenig zu lesen. Den Handelsblatt-Artikel finden Sie hier. Die sehr gute DPA-Meldung, die in der überregionalen Presse veröffentlicht wurde, kann an dieser Stelle (SZ) nachgelesen werden.

KD-Radioshow am 3. März 2026: Es kann nur besser werden!?

RADIO OKJ – Das Bürgerradio für Jena und UmgebungLiebe Hörer:innen, am 3.3.2026 (19-20 Uhr) und am 8.3.2026 (13-14 Uhr) läuft angesichts der Weltlage die KD-Radioshow zum Thema »Es kann nur besser werden!?«.

Was bringt uns zu dieser Annahme? Momente wie diese hier: Die Vereidigung von Zohran Mamdani als Bürgermeister von New York und Lucy Dacus, die dort Bread and Roses gesungen hat.

Außerdem mit dabei sind:
Amyl and The Sniffers, Duo Uwe, Antonio Gramsci, Rogér Fakhr, Dave Holland & John Scofield, Imany, Lucy Dacus, Cock Sparrer, die geheimnisvolle Anna M., Tocotronic, Donald Trump, Wetleg und viele andere…

Am Mikrofon: KD
Thema: Es kann nur besser werden!?
Soziologe des Monats: Antonio Gramsci
Technik: Die Radio-Katze

»Viele Gewerkschafter stehen unter Druck von ihrer Basis«

Les Echos[23.2.2026] »Wie die extreme Rechte die Autokrise ausnutzen will, um in deutschen Fabriken zu gewinnen.« So lautet die Dachzeile eines Artikels in Les Échos. Es handelt sich um die täglich erscheinende Finanzzeitung mit der größten Auflage im französischsprachigen Raum. Den Artikel finden Sie hier.

Heimatliebe

Freie Presse[21.2.2026] Für einige Linke fängt der Faschismus beim Heimatbegriff an. Kurt Tucholsky und Ernst Bloch wussten es besser. Heimat ist ein Sehnsuchtsort, den es nirgendwo gibt. Das klingt in einem Artikel an, der sich mit der Auto- und Zulieferindustrie Südwestsachsens beschäftigt und sich dabei auf Forschungsergebnisse meines Teams beruft. Heimat steht für die Suche nach Sicherheit und authentischen  Sozialbeziehungen, die man im Unternehmen kaum noch findet. Den Artikel, der im Freien Wort erschienen  ist, können Sie hier (Bezahlschranke) nachlesen.

Scheinriese Zentrum

Die Wirtschaftspresse liebt rechte Arbeiter. Das belegt einmal mehr ein Artikel im Handelsblatt vom 13. Februar 2026, in welchem ich in problematischer Weise zitiert werde. Der Artikel ist so angelegt, dass aus der rechtsextremen Pseudogewerkschaft Zentrum ein politischer Riese wird. Gleich zwei Ministerpräsidenten und Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir werden ins Feld geführt, um vor rechten Betriebsratslisten zu warnen. So macht man den Scheinriesen Zentrum zu einem Monster und stimuliert unzufriedene Arbeiter:innen, sich des Scheinriesen zu bedienen. Fast scheint es, als wolle die Wirtschaftspresse der rechten Pseudogewerkschaft eine große Öffentlichkeit verschaffen. Das ist schade, den gerade das Handelsblatt hat sich in der jüngeren Vergangenheit durch eine sachliche Berichterstattung ausgezeichnet. Selbstverständlich muss man die Attacken von Rechtsaußen ernst nehmen. Das eigentliche Problem ist aber nicht das Zentrum, es sind Beschäftigte und auch Mandatsträger, die still und heimlich ihr Kreuz auf dem Wahlzettel bei der AfD machen, im Betrieb aber schweigen. Den Handelsblatt-Artikel können Sie hier nachlesen.